In der Reihe AK-Thema "Innovationen sozial gestalten" fand am 20. März 2018 in der Kantine des Landespolizeipräsidiums Saarbrücken eine sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema "Verwaltung 4.0" statt.

In seinen begrüßenden Worten stellte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes, Thomas Otto, fest, dass "Verwaltung 4.0" nicht auf die Anschaffung und die Implementierung von Software oder Hardware zu reduzieren sei. Vielmehr müsse man "Verwaltung 4.0" ein Stück weit neu denken, Entscheidungsstrukturen verändern, Qualifizierungsangebote schaffen und neue flexiblere Arbeitsformen entwickeln, von denen die öffentlichen Arbeitgeber, die Bürgerinnen und Bürger aber auch die Beschäftigten profitieren.

Prof. Dr. Ulli Meyer (Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Europa des Saarlandes und Chief Information Officer (CIO) der Landesregierung) stellte heraus, dass sich im Zuge der allgemeinen Digitalisierung auch die Anforderungsprofile für Arbeit im öffentlichen Dienst verändern werden. Einerseits würden dabei Arbeitsplätze wegfallen, dafür würden an anderer Stelle aber Bedarfe für Arbeitsplätze zunehmen (z.B. im Bereich der Pflege, der sozialen Arbeit und der inneren Sicherheit). 

Eugen Roth (MdL und stellvertretender Vorsitzender des DGB-Rheinland-Pfalz/Saarland) beleuchtete die Thematik der Implementierung von "Verwaltung 4.0" im Zusammenhang mit der Frage nach "Guter Arbeit" und wies nachdrücklich darauf hin, dass dieser Prozess nur gelingen kann, wenn die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von Anfang an mit eingebunden werden.

Thomas Hau (BEST e.V.) als Berater von Arbeitnehmervertretungen machte deutlich, dass Beteiligung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen am Wandel zu "Verwaltung 4.0" nicht ausreicht, sondern tatsächliche betriebliche Mitbestimmung unbedingt erforderlich ist. Die Mitbestimmungsgegenstände z.B. im Saarländischen Personalvertretungsgesetz müssten daher im Zuge der gegenwärtigen Novellierung des SPersVG ausgeweitet werden.

Im Anschluss an die Vorträge gaben drei Kurzreferate einen Einblick in die Praxis:
Thomas Dossow (Landespolizeipräsidium Saarland) gab einen Einblick Projekt "Polizei 2020", Sabine Engelhardt-Cavelius (Gewerkschaftssekretärin) illustrierte Chancen und Risiken aus Perspektive von ver.di und Traudel Job und Andreas Sanchez-Haselberger (GEW Saar) aus Sicht der Lehrer und Lehrerinnen.

In der abschließenden von Jürgen Meyer (Geschäftsführer von BEST und Leiter der Stabsstelle Innovation und Umwelt der Arbeitskamemr des Saarlandes) moderierten Runde wurden Fragen und Anregungen aus dem Publikum aufgegriffen und diskutiert.


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