Forschungsprojekt "Industrie 4.0" - Befragung von Betriebsräten

Im Sommer 2015 hat BEST die Arbeitnehmervertretungen saarländischer Industrieunternehmen zum Umsetzungstand von "Industrie 4.0" in ihren Betrieben berfragt. Erstmalig im Saarland überhaupt wurden dabei systematische Daten zum Stand von "Industrie 4.0" erhoben. Die Lage lässt sich vereinfacht auf die Formel bringen, dass sich „Industrie 4.0“ in den befragten Betrieben gegenwärtig auf zwei unterschiedlichen Ebenen abspielt: Wenig umgesetzt in der überwiegenden Mehrheit, (weit) fortgeschritten umgesetzt an einigen wenigen Standorten.

Die komplette Studie können Sie hier nachlesen.

Der Begriff „Industrie 4.0“ umschreibt die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der industriellen Produktion mithilfe neuester Informations- und Kommunikationstechnologie. Experten erwarten, dass sich in den nächsten Jahren mit „Industrie 4.0“ die industrielle Produktion und damit verbunden die Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe, grundlegend verändern werden.

Bereits seit einigen Jahren prägt der Begriff „Industrie 4.0” die Debatte um die wachsende Digitalisierung der Industrieproduktion in Deutschland. Er umschreibt eine für die nächsten Jahre erwartete vierte „Revolution“ in der industriellen Produktion, nach der mechanischen Produktion mit Wasser- und Dampfkraft im frühen 19. Jahrhundert, der Massenproduktion mit elektrischer Energie ab dem beginnenden 20. Jahrhundert sowie der Automation durch Elektronik und Informationstechnik ab den 1970er Jahren. „Industrie 4.0“ beschreibt das Zusammenwachsen und die Vernetzung von Maschinenbau und Elektrotechnik mit der Informations- und Kommunikationstechnologie (insbesondere dem Internet) sowie die steigende Bedeutung von Dienstleistungen.

Mit der Herausgabe eines industriepolitischen Thesenpapiers „Saarland Industrieland“ hat die Landesregierung des Saarlandes, wie schon lange von der Arbeitskammer des Saarlandes gefordert, die Entwicklung einer industriepolitischen Strategie begonnen. Ein Kernthema der industriepolitischen Strategie wird das Thema „Industrie 4.0“ sein, da sich daraus strukturelle Veränderungen von Geschäftsmodellen, Produktionsprozessen, Wertschöpfungsketten und damit auch der gesamten Branchenstruktur ergeben können.

Um herauszufinden, wie weit die Digitalisierung in der Industrie bereits fortgeschritten ist, welche Folgen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer damit verbunden sind und wo es noch Handlungsbedarf auch von Seiten der Politik gibt, hat die Arbeitskammer ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. Saarbrücken (iso) und der Beratungsstelle für sozialverträgliche Technologiegestaltung e.V. (BEST) gefördert.

Durch die Erkenntnisse dieses Forschungsprojektes ist die Arbeitskammer noch stärker in der Lage, neue Impulse für eine beschäftigungsorientierte und nachhaltige Industriepolitik im Saarland zu setzen. Teil des Forschungsprojektes war eine schriftliche Befragung von Betriebsräten aus Industriebetrieben zum Thema "Industrie 4.0" durch BEST.

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